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Geschichte

Das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik wurde im Jahr 1987 unter der Leitung von o. Univ.-Prof. Dr. Wolf Rauch an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz eingerichtet. Den Ergebnissen der Forschungsevaluierung des Jahres 2005 Rechnung tragend, wurde der bis dahin von einem Mitarbeiter wahrgenommene Informatikanteil zu einem eigenen Wirtschaftsinformatikschwerpunkt ausgebaut. Nach außen hin dokumentiert wurde dies durch die Umbenennung in „Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik“.

Beschreibung

Das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich mit Informationsprozessen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Informatik. Dies betrifft sowohl die informationelle (Informationswissenschaft) als auch die (informations)technologische Seite (Wirtschaftsinformatik).


Kernbereiche der Informationswissenschaft sind Informationssuche, Informationsbeschaffung, Informationsaufbereitung/-verdichtung und, als Voraussetzung für eine rasches Wiederfinden, Informationsorganisation. Besonders für Wirtschaftswissenschaftler relevante Aspekte sind Informationskompetenz und Informationsmanagement.


Gegenstand der Wirtschaftsinformatik sind (computerbasierte) Informationssysteme in der Wirtschaft. Diese reichen von ERP-Systemen (z. B. SAP) über Supply-Chain-Management-Systeme bis hin zu Social Software. Neben den diversen Einsatzmöglichkeiten besteht eine zentrale Fragestellung vor allem darin, wie sich betriebliche Geschäftsprozesse durch den innovativen Einsatz dieser Informationssysteme optimieren bzw. völlig neu gestalten lassen.


Während Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik an vielen Universitäten und Fachhochschulen als eigene Studien eingerichtet sind, sieht sich das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik aufgrund der knappen personellen Ressourcenausstattung als eine Querschnittsfunktion zur Betriebswirtschaft. Einzelne Lehrveranstaltungen sowie die Spezielle Betriebswirtschaftslehre (SBWL) aus Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik stellen daher eine gute Ergänzung zum BWL-Studium bzw. zu anderen SBWLs dar. Beispielsweise sollte sich eine erhöhte Informationskompetenz positiv auf alle Bereiche des BWL-Studiums und auf den Beruf auswirken. Oder sollten Social Software Anwendungen z. B. nutzbringend im Marketing eingesetzt werden können. Oder sollte das SAP-Controlling-Modul andere Lehrveranstaltungen aus diesem Bereich sinnvoll ergänzen.


Das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik ist intensiv in die internationale Fachcommunity eingebunden. Dies äußert sich durch Mitgliedschaften in facheinschlägigen Verbänden wie beispielsweise der Gesellschaft für Informatik - Fachgruppe Wirtschaftsinformatik oder der International Society for Scientometrics and Informetrics (ISSI). In einigen Fachverbänden sind bzw. waren Institutsmitglieder sogar in führenden Funktionen (Vorstandmitglied bzw. Chair) tätig.

Forschung

Die Forschung des Instituts für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik konzentriert sich auf den Schwerpunkt Informetrie, Szientometrie, Evaluierung.

In Analogie zur Ökonometrie beschäftigt sich die Szientometrie mit quantitativen Verfahren bei der Untersuchung von Sachverhalten des Informationswesens. Beziehen sich derartige Studien auf Phänomene der Wissenschaftskommunikation, so wird die Bezeichnung Szientometrie verwendet. Oft kommen derartige szientometrische Analysen im Bereich der Forschungsevaluierung zum Einsatz. Als Datenquelle dienen in der Regel Datenbanken und neuerdings auch das World Wide Web (Webometrie).
Das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik kann in diesem engen Forschungsfeld an internationale Spitzenforschung anschließen. Dies wird durch ca. 20 Publikationen im Social Sciences Citation Index (SSCI) in den letzten 10 Jahren, u. a. in den führenden facheinschlägigen Zeitschriften (Journal of the American Society for Information Science  & Technology, Scientometrics, Journal of Information Science, Journal of Documentation, Information Research) dokumentiert. Diese wurden 100-mal (h-Index= 6) zitiert (Stand: April 2013). Die internationale Anschlussfähigkeit kommt auch durch Programmkomitee-Mitgliedschaften in den weltweit führenden Tagungsreihen zum Ausdruck, u. a. der STI- (Science and Technology Indicators) und der ISSI-Tagung (Conference of the International Society for Scientometrics and Informetrics).  Bei der ISSI 2013 in Wien wird das Doctoral Forum von einem Institutsmitglied organisiert.

 


Anwendungsorientierte Forschung wird v.a. durch Kooperationen mit dem Know-Center der TU Graz sichergestellt.

Für eine detaillierte Publikationsliste siehe UniGrazOnline.

Lehre

Das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik bietet Lehrveranstaltungen auf allen Ebenen des betriebswirtschaftlichen Studiums an.

 

Bachelor:
Im Bachelorstudium wird in der VO "Grundlagen der Wirtschaftsinformatik" Grundlagenwissen vermittelt.

Gegenstand des Wahlpflichtfachs VU "Informationskompetenz für die Wirtschaftswissenschaften" ist ein Überblick über für Wirtschaftswissenschaftler relevante Informationsquellen (z. B. Produkt-, Unternehmens- oder statistische Datenbanken) und die Vermittlung von Fähigkeiten, wie effizient und effektiv in ihnen gesucht werden kann.


Die SBWL umfasst folgende Lehrveranstaltungen:
1.    KS "Informationswissenschaft"
2.    KS "Wirtschaftsinformatik"
3.    KS "Ausgewählte Themen der Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik 1"
4.    KS "Ausgewählte Themen der Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik 2"


Der KS "Informationswissenschaft" bietet eine Einführung in die Informationswissenschaft und führt in die Bereiche Wissenserschließung und Darstellung (Input) sowie Information Retrieval und Informationsnavigation (Output) ein.

Der KS "Wirtschaftsinformatik" geht auf die praktischen Einsatzmöglichkeiten von IT-Systemen ein. Beispielhaft sollen hier Handlungsfelder des Customer Relationship Management (CRM) im Unternehmen, Werkzeuge zur Analyse von CRM-Potenzialen, CRM-Prozesse, die Auswahl von CRM-Maßnahmen und Komponenten sowie die verschiedenen Phasen der Implementierung von CRM-Systemen diskutiert werden.

In den beiden KS "Ausgewählte Themen der Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik 1 + 2" wird auf ausgewählte Aspekte (z. B. Arten von internen und außenwirksamen betrieblichen Informationssystemen) eingegangen.


Master:
In den Masterlehrveranstaltungen werden weiterführende Inhalte und Anwendungsmöglichkeiten von IT gelehrt. Aufgrund des Umfangs der Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik werden vor allem Inhalte angeboten, die für Studierende der Betriebswirtschaft als Zusatzangebote besonders relevant erscheinen.


Konkret bietet das Institut die beiden Wahlpflichtmodule "Angewandte Wirtschaftsinformatik" und "Projektmanagement" sowie die SBWL "Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik" an.


Im Rahmen des Wahlpflichtmoduls "Angewandte Wirtschaftsinformatik" können Studierende aus zwei unterschiedliche LV-Schienen wählen: Einerseits wird ein Modul zur "Einführung" und "Vertiefung in SAP" angeboten, das zweite Modul umfasst die beiden Schwerpunkte "Datenmodellierung und Datenbanksysteme" sowie "(Geschäfts)Prozessmodellierung".

Im Wahlpflichtmodul "Projektmanagement" wird ein größeres empirisches Sozialforschungsprojekt durchgeführt.


Die SBWL umfasst folgende Lehrveranstaltungen, welche jedes Semester angeboten werden:
1.    PS "Business Intelligence"
2.    PS "Elektronische Geschäftsmodelle und digitale Ökonomie"
3.    PS "Fallstudien zur Wirtschaftsinformatik"
4.    PS "Spezielle Vertiefungen aus Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik"
5.    SE "Seminar aus Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik"

 

Die Inhalte reichen von der Entwicklung und strategischen Analyse umfangreicher elektronischer Geschäftsmodelle und der Diskussion ihrer Unterschiede zu klassischen Geschäftsmodellen über die Durchführung von Business-Intelligence-Analysen bis hin zu Anwendungsbeispielen aus den Bereichen Social Media und Mobile Computing.


Doktorat:
Im Doktoratstudium legt das Institut besonderen Wert auf die Vermittlung von wissenschaftlichen Methoden (VU "Empirische Methoden") und die Betreuung von DissertantInnen (SE "Forschungsseminar") auf hohem wissenschaftlichen Niveau.

Eine Aufstellung der Lehrveranstaltungen findet sich in UniGrazOnline.


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Kontakt

Institutsleiterao.Univ.Prof.Dr. Christian SCHLÖGL
+43 (0)316 380 - 3566

Kontakt

Institutsreferentin
Universitätsstraße 15, F38010 Graz

Sonja SCHRECKMAIR
+43 (0)316 380 - 3560
+43 (0)316 380 - 9575

http://informationswissenschaft-wirtschaftsinformatik.uni-graz.at/de/institut/mitarbeiterinnen/schreckmair-sonja/

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